Agrarfördermittel 2026: PAC, PERTE Agroalimentario und nicht rückzahlbare Zuschüsse
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Agrarfördermittel 2026: PAC, PERTE Agroalimentario und nicht rückzahlbare Zuschüsse

VON TECNOCIM INNOVA   VERÖFFENTLICHT AM 23. MÄRZ 2026

Die spanische Ernährungswirtschaft verfügt über eines der umfangreichsten Fördersysteme der gesamten Volkswirtschaft. Zwischen der PAC (Política Agrícola Común, der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU), dem PERTE Agroalimentario mit 300 Mio. € (planderecuperacion.gob.es, 2024), den FEADER-Mitteln für die Modernisierung landwirtschaftlicher Betriebe und den Innovationsprogrammen des CDTI erhalten Unternehmen der Branche in praktisch jeder Stufe der Wertschöpfungskette öffentliche Mittel — von der Urproduktion über die Verarbeitung bis zur Vermarktung.

Übersicht der Fördermittel für die Agrar- und Ernährungswirtschaft

PAC 2023–2027: Direktzahlungen und ländliche Entwicklung

Der Plan Estratégico de la PAC (PEPAC) 2023–2027 gliedert die Hilfen in zwei Säulen:

Säule 1 — Direktzahlungen (FEAGA):

Säule 2 — Ländliche Entwicklung (FEADER):

Frist PAC 2026: Die Anträge auf Direktzahlungen werden üblicherweise zwischen Februar und April jedes Jahres bei den Zahlstellen der jeweiligen autonomen Region gestellt. Nach Angaben des MAPA (Ministerio de Agricultura, Pesca y Alimentación, des spanischen Landwirtschaftsministeriums, 2025) erhält Spanien jährlich mehr als 5 Milliarden Euro an PAC-Direktzahlungen und gehört damit zu den größten Empfängern der EU.

Neuerungen der PAC 2026:

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PERTE Agroalimentario: Innovation und Industrie

Das PERTE Agroalimentario ist das branchenspezifische Instrument der Next Generation-Mittel mit 300 Mio. € an Zuschüssen und Darlehen. Es gliedert sich in drei Linien:

LinieSchwerpunktHöchstförderung je Unternehmen
F&E&I in der ErnährungswirtschaftInnovative Vorhaben bei Prozessen, Produkten, QualitätBis zu 4 Mio. €
Nachhaltigkeit und EnergieeffizienzUmwelt- und EnergieinvestitionenBis zu 4 Mio. €
KMU-InvestitionModernisierung und Digitalisierung von KMU der ErnährungswirtschaftBis zu 4 Mio. €

Begünstigte: Handelsgesellschaften, Genossenschaften und sociedades agrarias de transformación (SAT, landwirtschaftliche Verarbeitungsgesellschaften) mit industrieller Tätigkeit in der Ernährungswirtschaft.

Thematische Prioritäten: Kreislaufwirtschaft und Ökoinnovation, Lebensmittelqualität und -sicherheit, digitale Technologien in der Lebensmittelkette sowie die Verringerung von Lebensmittelverschwendung.

FEADER-Mittel für die Modernisierung von Betrieben

Die autonomen Regionen verwalten die FEADER-Mittel für die Modernisierung mit erheblichen Budgets:

Förderfähige Investitionen: Landmaschinen, Stallanlagen, effiziente Bewässerungssysteme, Lagerhallen, Gewächshäuser, Anlagen für erneuerbare Energie zum Eigenverbrauch, Technik der Präzisionslandwirtschaft sowie Mess- und Sensorsysteme.

Förderintensität: Sie hängt von der autonomen Region und vom Profil der Begünstigten ab; üblich sind 30–50 % der förderfähigen Kosten für Landwirte allgemein, mit Aufschlägen von bis zu 20 % für Junglandwirte, für Gebiete mit naturbedingten Nachteilen und für Vorhaben mit positiver Umweltwirkung.

Die FEADER-Mittel lassen sich mit den Beitragsermäßigungen zur Sozialversicherung bei Neueinstellungen kombinieren. Landwirtschaftliche Betriebe verbinden so die Modernisierung ihrer Anlagen mit Anreizen für Beschäftigung im ländlichen Raum.

Welche Innovationsförderung kann ein Lebensmittelunternehmen beantragen?

Neben den Branchenhilfen steht Lebensmittelunternehmen das allgemeine Innovationsökosystem offen:

In Katalonien können Lebensmittelunternehmen diese Hilfen mit den Programmen von ACCIÓ, mit den Cupons ACCIÓ für die Diagnose von Innovation und Internationalisierung sowie mit den besonderen Mitteln des ICAEN für Energieeffizienz in agroindustriellen Anlagen kombinieren.

Beispiel für eine Kombination bei einer katalanischen Lebensmittelgenossenschaft: ein ACCIÓ-Gutschein für Strategie (8.000 €), um den Innovationsplan festzulegen, eine CDTI-PID-Förderung für die Entwicklung des intelligenten Rückverfolgbarkeitssystems, Steuerabzüge für F&E&I auf sämtliche Entwicklungsausgaben, Beitragsermäßigungen zur Sozialversicherung für die eigens eingestellte Fachkraft und FEADER-Mittel für die Modernisierung der Verarbeitungsanlagen. Der kombinierte Rückfluss kann 50 % der Gesamtinvestition übersteigen.

Wussten Sie, dass die Ernährungswirtschaft zu den 5 vorrangigen Branchen der Misiones für F&E in KI des CDTI gehört? Vorhaben mit künstlicher Intelligenz in der Lebensmittelkette haben eigene Fördermittel. Mehr erfahren →

Wie beantragen Sie Fördermittel für die Ernährungswirtschaft?

Der Ablauf folgt den üblichen Schritten einer Förderbeantragung, mit branchenspezifischen Besonderheiten:

  1. Die Ausschreibung finden: MAPA (mapa.gob.es), Red PAC (redpac.es), die Zahlstellen der autonomen Regionen und in Katalonien Canal Empresa prüfen
  2. Die Zugangsvoraussetzungen prüfen: PAC-Zahlungen setzen die Eintragung in den Agrarregistern voraus, PERTE-Mittel eine industrielle Tätigkeit in der Ernährungswirtschaft
  3. Unterlagen vorbereiten: Projektbeschreibung, Budget, Betriebsnachweise, Umweltgenehmigungen
  4. Fristgerecht einreichen: Die PAC-Fristen sind streng (Februar bis April); FEADER und PERTE hängen von der jeweiligen Ausschreibung ab
  5. Umsetzen und nachweisen: Die Investitionen müssen im Förderzeitraum erfolgen und mit Rechnungen und Bescheinigungen belegt werden

Typische Fehler in dieser Branche:

Trends, die neue Finanzierungschancen eröffnen:

Ein auf die Branche spezialisierter externer CFO kann PAC-, FEADER- und PERTE-Mittel sowie die Steuerabzüge für Innovation gleichzeitig steuern und dafür sorgen, dass das Unternehmen alle verfügbaren Finanzierungsquellen ausschöpft.

Wollen Sie alle Hilfen für Ihr Lebensmittelunternehmen erreichen? Tecnocim Innova verbindet die Betreuung branchenspezifischer Fördermittel mit Steuerabzügen für F&E&I und Beitragsermäßigungen. Kontaktieren Sie uns für eine unverbindliche Einschätzung.

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